Sehenswürdigkeiten



St. Markus Kirche


Unsere Kirche wurde am 1. Advent 1964 eingeweiht und dem Zeitgeschmack entsprechend ausgestattet.
Sehenswert ist das Kreuz im Altarraum (1,55m hoch 1,15m breit). Das Kunstwerk wurde von Erich Brüggemann aus Stöckte bei Winsen a.d. Luhe aus Eichenholz geschnitzt. Er hat den Gekreuzigten mit einer teppichartigen vergoldeten Figuration unterlegt, die sich an Motive aus der Offenbarung Johannes anlehnt.
Der Taufstein ist von 1540. Er wurde der Gemeinde für die Einrichtung der Markuskapelle vom Mindener Museum zur Verfügung gestellt und bis 1964 dort für Taufen benutzt. 1964 wurde der alte Stein in die neue Kirche übernommen. Wo der Taufstein vorher gestanden hat, ist nicht bekannt. Zwischenzeitlich muss er eine andere Verwendung gehabt haben, denn offensichtlich wurden an seinem Rand Messer und Klingen geschärft, wie man deutlich sehen kann.

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St. Markus in Leteln: Löwenkopf an der Eingangstür, Kreuz über dem Altar, Taufstein und Fenster mit Fisch(en), Taufstein von 1540 und Altar

Friedhof


Das Kriegerdenkmal wurde zur Erinnerung an die Gefallenen des Weltkrieges von der Gemeinde am Dorfplatz errichtet 1922 eingeweiht und wie in vielen anderen Gemeinden auch später auf dem Friedhof aufgestellt neben der Gedenkstätte für die Opfer des 2. Weltkrieges.
Bei der Neugestaltung des Friedhofes entstand die Gedenkstätte für die zivilen Opfer des Krieges. Hier befindet sich auch die Grabstelle der Russin Helena Sowgorodnaja, die bei dem Bombenangriff am 6. November 1944 neben andern 10 Personen im Keller des Hauses Nr. 22 den Tod fand.
In der Vorhalle der Friedhofskapelle wurden für die gefallenen und vermissten Soldaten und für die Bomben- und Terroropfer des 2. Weltkrieges von der Gemeinde Gedenktafeln angebracht.
Die alten Grabsteine auf dem Friedhof wurden im Laufe der Jahre meist entfernt. Trotzdem kann man noch einige dieser alten Steine sehen: Familie Meyer Nr. 4, Familie Simon Nr. 8, Familie Bakemeier Nr. 9, um nur einige zu nennen.
Einige unserer Lehrer wurden auch hier in Leteln begraben: Schulmeister August Rosteck, Lehrer Kurt Schröder, Rektor Anton Sturma, Handarbeitslehrerin Ingrid Stritzel.
Der
Glockenturm wurde für die Gemeindeglocke entworfen und gebaut. Die Glocke konnte aus technischen Gründen im Glockenturm der Schule nicht mehr geläutet werden. Unsere Gemeindeglocke Glocke wurde 1647 in Schlesien gegossen und der Gemeinde als Ersatz für die alte Gemeindeglocke nach dem 2. Weltkrieg von der Glockensammelstelle in Hamburg übergeben.

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Letelner Kriegerdenkmal (WKI), Glockenturm, Grabstelle des Schulmeisters August Rosteck und seiner Ehefrau, Grabstelle der Familie Bakemeier Nr. 9 (Loffiens), Grabstelle des Hauses Nr. 13, Grabstelle des Hofes Nr. 8 (Ziems), Gedenkstätte die Zivilopfer, Grab der Helena Sowgorodnaja.

Dorfplatz mit Friedenseiche und Brunnen


Neben der Friedenseiche, die 1871 gepflanzt wurde befindet sich ein wasserreicher Brunnen, der bei der Neugestaltung des Dorfplatzes einen alten Brunnenring aus Sandstein erhielt. Der Platz liegt an der Veloroute Ost und lädt mit Bänken und einem alten Mühlstein als Tisch zum Verweilen ein.

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Der Dorfplatz mit Brunnen und Sitzgruppe an der Veloroute Ost

historischer Dorfkern mit bäuerlichen Anwesen


Leteln Nr. 3, jetzt Letelner Straße 99, „Schmaas“


Vierständerhaus von 1903 mit querliegendem Wohntrakt. Das Haus repräsentiert die typische regionale Bauweise zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Da die Diele die größte in Leteln war, hatte man den Tanzboden für die Erntefeste danach bemessen. Hinter dem Wohnhaus liegt ein typischer Bauerngarten mit Beeteinfassungen aus Buchsbaumhecken. Leibzucht (Altenteil) von 1865 in Fachwerkbauweise. Das Schaugiebel zeigt die typischen Farben des Kirchspiels, die farbige Inschrift auf blauem Grund, das farbige Giebeldreick und die sog. „Puppe“, eine Giebelzier, die bevorzugt im Kirchspiel Frille vorkommt. Einziger erhaltener Speicher von 1800 in Leteln; Fachwerkbauweise mit Ziegelmustern. Zur Hofanlage gehören verschiedene Nebengebäude und eine ortsbildprägende typische Ziegelsteinmauer mit eisernen Toren.

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Leteln Nr. 3: „Puppe“ und Spruchbalken an der „Lieftied“, Bauinschrift am Haupthaus


Leteln Nr. 6, jetzt Letelner Straße 103, „Jakobs Stette“


Vierständerhaus von 1875. Das Haus wurde als Altenteil für Christian Heinrich Gottlieb Rust erbaut, der als Interimswirt auf dem Hof Nr. 4 gesessen hatte. Bemerkenswert ist die großzügige Ausführung dieses als Alterssitz gedachten Hauses. Der Schaugiebel folgt dem regionaltypischen Muster.

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Leteln Nr. 6: Torbogen und Giebelansicht


Leteln Nr. 9, jetzt Letelner Straße 118, „Loffiens“


Vierständerhaus. Das Haus wurde 1872 unter Beibehaltung des inneren Kerngerüstes aus dem 18. Jahrhundert zu einem Vierständerhaus umgebaut und ist damit das älteste Haus in Leteln. Das Kammerfach erhielt eine massive Außenwand. Der Schaugiebel wurde kürzlich renoviert und zeigt die regionaltypische Farbgebung: weiße Schrift auf blauem Grund. Die alten, zahlreichen Fenster sind erhalten. Zum Grundstück gehört ein Apfelgarten, der mit einer Ortsbild prägenden Ziegelsteinmauer umgeben ist.

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Leteln Nr. 9; nördlicher Giebel und Gartenansicht


Leteln Nr. 1. jetzt Letelner Straße 90, „Schildmaas“


Leibzucht von 1868. Die Leibzucht repräsentiert den Status des Hofes und wurde deshalb sehr großzügig angelegt. Das Vierständerhaus hat eine massive Front mit dem typischen Steckwalm. Der Schaugiebel wurde vor einigen Jahren renoviert und zeigt die typischen Farben des Kirchspiels, blaue Windbretter, das farbige Giebeldreieck und die farbige „Puppe“ auf dem Giebel.

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Leteln Nr. 1, Lieftied von Westen und Osten


Leteln Nr. 13, jetzt Im Gang 5, „Bleeken“


Vierständerhaus von 1894 mit Stallanbau von 1929. Das Haus repräsentiert den Typus eines Wohnhauses mit kleiner Landwirtschaft. Der Bau entstand teilweise auf den Fundamenten des Vorgängerbaues aus dem 18. Jahrhundert, der vermutlich als Letelner Schule gedient hatte. Das Haus zeigt die typische Dekoration des Zimmermeisters Prange aus Cammer. Bemerkenswert ist die Aufteilung der Räume, die der mündlichen Überlieferung nach vom Vorgängerbau übernommen wurden. Die Haupträume orientieren sich seitlich an der Diele, so dass das Haus zwei Wohnlängsschiffe hat. Es gibt kein Kammerfach. In der Mitte am Ende der Diele lag auch schon im Vorgängerbau eine Küche mit zwei Feuerstellen. Die Fundamente wurden bei der Renovierung ergraben. Bei Erdarbeiten wurden neben vielen Tonscherben und einigen Münzen des 18. und 19. Jahrhunderts auch die Reste eines datierten Gusseisernen Ofens aus dem 17. Jahrhundert gefunden. Somit hatte der Vorgängerbau wenigstens eine geheizte Stube. Der Giebel trägt die für Leteln typischen „Puppen“, die sich an diesem Haus als einzigem in Leteln über die Jahrzehnte erhalten hatten. Die Farbe der Fachwerkständer auf der Diele wurden nach dem alten Farbbefund des ersten Anstrichs wieder hergestellt. Zum Grundstück gehört eine Ortsbild prägende Ziegelmauer mit eisernen Toren, eine etwa 150 Jahre alte Hainbuchenhecke und ein rekonstruierter Bauerngarten.

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Leteln Nr. 13 : Straßen- und Gartenseite, Bauinschrift, Getreidemühle von 1715



© für alle Fotos: Jürgen Sturma, Minden