Groß Meseritsch

Groß Meseritsch - Velké Meziříčí



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Unteres Stadttor - in Groß Meseritsch


Hier entsteht in den nächsten Wochen eine Präsentation über verschiedenen Themen aus der Geschichte der Stadt…..

Groß Meseritsch ist eine Kleinstadt in Tschechen an der A1 westlich von Brünn. Sie liegt an Zusammenfluss der Oslava und der Balinka und das erklärt auch den Namen, denn
Velké Meziříčí heißt wörtlich übersetzt „Groß Zwischen den Flüssen“. Interessant ist, dass hier nur das Attribut ins Deutsche übersetzt wurde.
Über der Stadt liegt eine Burg, die als Keimzelle der Stadt angesehen werden kann. Der Ort wird 1197 zum ersten Mal erwähnt. Der Ort war Verwaltungssitz der gleichnamigen Herrschaft, die im Mittelalter der Familie von Lomnice gehörte. Später folgen u.a. die Familien von Dub, von Urgate und von Liechtenstein.
Das städtische Archiv, das eine Zweigstelle des Archives von Saar an der Sazawa ist, verwaltet eine Vielzahl von Quellen zur Geschichte der Stadt und der Bewohner. Die Kirchenbücher sind online über die Seite des Mährischen Landesarchives einzusehen. Sie beginnen 1622 für alle Ereignisse und wurden in Latein, Deutsch und Tschechisch geführt. Bemerkenswert ist, dass die älteren, evangelischen Kirchenbücher nach der erfolgreichen Gegenreformation zu Beginn des 17. Jahrhunderts verbrannt wurden.
In Groß Meseritsch gab es eine kleine deutsche Minderheit, eine kleine italienische Gemeinschaft, zeitweise eine große, in Mähren sehr bedeutende jüdische Gemeinde. Nach dem Ende des 2. Weltkrieges wurden etwa 100 Personen in einem Internierungslager zur Aussiedlung zusammengefasst.

Zur Seite der Stadt geht es hier:
Město Velké Meziříčí. Es gibt auch eine Deutsche Version des Internetauftritts.


© für alle Fotos: Jürgen Sturma, Minden